Farben im Feng Shui: Blau, Grün und Türkis

Türkises Meer © Fotolia.com

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Die allgemein als kühl wahrgenommenen Farben des Wassers und des Himmels haben nahezu alle eine beruhigende und klärende Wirkung. Natürlich kommt es auch immer auf die jeweilige Farbabstufung an, wie intensiv die jeweilige Wirkung wahrgenommen wird. Je nachdem ob die Farbe in heller oder dunkler Abstufung eingesetzt wird, kann dies variieren.

Die Farbe Blau

Blau ist von allen Farben die kühlste und wird gemeinhin mit Tiefe und Weite assoziiert. Freiheit und Reinheit verbinden wir auch mit dieser Farbe, und eine gewisse Ernsthaftigkeit der Farbe lässt sich auch nicht abstreiten. Helles Blau hingegen lässt uns mehr Leichtigkeit erfahren, wirkt beglückend und verträumt, wie der Himmel an einem Sommertag. Deshalb verbinden viele auch die Erfüllung ihrer Träume und Sehnsüchte mit dieser Blauabstufung. Die Gefahr liegt hier darin, dass die nötige Erdverbundenheit verlorengeht und wir uns zu oft in das Reich unserer Träume zurückziehen. Je dunkler das Blau jedoch wird, desto tiefer wird es und fördert unsere geistige Weiterentwicklung.

Wer an Nervösität oder Verspannungen leidet, kann in einem blauen Raum Entspannung und Linderung finden. Auch Schlafstörungen lassen sich manchmal damit beheben, je nachdem, was die Ursache davon ist. Wer beispielsweise abends Probleme mit dem Einschlafen hat und nach eigenem Beobachten oft die Farben orange oder rot als Bettwäsche hat, der sollte zur Abwechslung mal blau testen und sich ein paar Wochen Zeit nehmen um den Unterschied zu merken. Wer aber morgens schlecht aus dem Bett kommt, für den ist Blau nicht gut, da es dazu verleitet, noch länger im Bett liegen zu bleiben. Ein zu sehr ins Blaue driftende Schlafzimmer kann auch schnell zu kühl wirken und Alpträume begünstigen. Wer also Hilfe bei der Einkehr in das innere Gleichgewicht braucht, findet mit Blau Unterstützung, zu introvertierte Menschen werden eher noch bestärkt.

Die Farbe Grün

Im Farbspektrum genau zwischen Gelb und Blau gelegen ist Grün die ruhigste Farbe. Grün gilt auch im Feng Shui als die Farbe der Hoffnung. Doch nicht nur das, es fördert auch unsere Zufriedenheit und bringt uns in Harmonie mit unserer Umgebung, indem es ausgleichend wirkt. Auch die Liebeskraft des Herzens wird im fernen Osten mit der Farbe Grün verbunden. Diese harmonisierende Wirkung befähigt Grün dazu, gleichsam eine heilende Wirkung in Herzensangelegenheiten auszuüben, und das sowohl im tatsächlichen als auch im metaphorischen Sinn. Unser Nervensystem wird ausgelichen und harmonisiert, wenn wir uns ein wenig mit Grün umgeben, und Augen, die viel vor dem Bildschirm sitzen müssen, können mit Grün wieder entspannen, da die Farbe Grün den Purpur in den Augen fördert.

Bei Stimmungsschwankungen können die Menschen Harmonie und Ausgeglichenheit in grün akzentuierten Räumen finden. Tendiert das Grün eher ins Blaue, wirkt es sogar antiseptisch und schützt vor ungewollten, äußeren Einflüssen. Somit eine gute Farbe für Wartezimmer beim Arzt. Wird das Grün in einem Raum zu sehr betont, kann es dazu kommen, die Antennen für die Bedürfnisse anderer zu verlieren.

Die Farbe Türkis

Es gibt wohl vor allem im Sommer keinen erfrischenderen Anblick als die Farbe Türkis. Türkis mit seinem hohen grünen Anteil wirkt auf seine Umgebung antiseptisch und stärkt unsere Abwehrkräfte, vor allem bei Allergien. Mithilfe dieser Farbe kann man sich zum Teil vor unerwünschten Einflüssen der äußeren Umgebung schützen. Unsere Kreativität und die geistige Klarheit werden durch türkise Akzente gefördert, und auch die Kommunikation untereinander wird sich mit dieser Farbe deutlich verbessern. An Arbeitsplätzen, die eine hohe Elektrosmog-Belastung aufweisen, kann diesem mit Türkis etwas entgegengewirkt werden, und auch bei Bildschirmmüdigkeit hilft Türkis, wieder frisch ans Werk zu gehen. Vor allem Menschen, die immer wieder am Thema Abgrenzung arbeiten müssen und Probleme haben, anderen auch mal nein zu sagen, können von Türkis profitieren. Betont man die Farbe allerdings zu stark, verliert man andere aus den Augen und fixiert sich zu sehr auf sich selbst.