Wohnratgeber

Wohnheim – Vor- und Nachteile

Eine kuriose Einrichtung ist das, irgendwie fremd und oftmals erntet sie ein kritisches Stirnrunzeln, wenn man sie offen anspricht. Und das, obwohl man selber vielleicht aus dieser stammt… oder zumindest viele, sagenumwobene Geschichten von ihr gehört hat.

Die Rede ist von Studentenwohnheimen. Genau. Erinnern Sie sich? Vielleicht haben Sie ja selber man in einem gewohnt. Oder aber Ihre Sprösslinge haben es sich dort heimisch eingerichtet. Doch irgendwie sind sie immer noch verpönt, diese Buden, unvernünftig und zu sehr nach verbotenen Abenteuern schmeckend, weist man diese Einrichtung lieber weit von sich, als dass man sich begeistert in sie hinein stürzt.

Doch genau das sollte man zumindest als junger Mensch tun! Gerade als frisch gebackener Student in einer neuen, fremden Stadt, die noch so riesengroß und unüberwindbar auf einen erscheint, ist das Studentenwohnheim eine günstige, viel versprechende Alternative zu den oftmals überteuerten Ein-Zimmer-Wohnungen oder den freakigen Wohngemeinschaften, über die es ja auch allerhand zu berichten gibt. Natürlich sind diese Einrichtungen günstig, meistens Uni-nah und man lernt viele Gleichgesinnte kennen.
Zudem hat man die luxuriöse Möglichkeit, sich zurück zu ziehen und die Tür hinter sich zuzumachen, ohne dass es den anderen interessiert oder er sich beleidigt fühlt.

Gut halten sich ja auch noch die Vorurteile über den angeblich vorherrschenden Dreck in den Spinnenweben-verklebten-Ecken der überaus winzigen Zimmerchen.
Aber auch das möchte ich relativieren. Ich wohnte zugegebenermaßen ja selber für ein halbes Jahr in einem dieser Heime und dreckig war´s dort nicht, höchstens mal die Küche, die ja auch von dreizehn Menschlein gleichzeitig genutzt wurde. Aber irgendwem stinkt´s immer und der schwingt dann eben den Putzlappen 😉 .
Zudem hatte ich zu dem billigen Zimmer noch ein eigenes kleines Badezimmer mit Duschnische und Waschbecken. Und Möbel! Also, mehr Luxus ging mal gar nicht für eine einundzwanzigjährige, gerade erst gewordene Studentin.

Übrigens wohne ich jetzt in einer WG und bereue meine Entscheidung, aus dem Wohnheim auszuziehen, zutiefst! Mehr Ruhe hatte ich nirgendwo und falls mich doch einmal Sehnsucht überkam, hatte ich trotzdem immer die Möglichkeit, die Tür aufzumachen und mit jemanden ein Bierchen zu trinken. In einer Wohngemeinschaft muss man sich wohl oder übel immer auf der Pelle hocken. Ob´s einem gefällt oder nicht.

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