Wohnratgeber

Wohngemeinschaft oder Einzimmerwohnung?

Besonders für Studenten und Auszubildende ist das ein großes Thema: Ziehe ich in der fremden Stadt mit jemand anderes zusammen und bilde eine Wohngemeinschaft? Oder aber suche ich mir eine kuschelige, aber einsame, Einzimmerwohnung?

Jedes Jahr zum Semesterbeginn ist der Wohnungsmarkt restlos überlaufen. Zumindest ist das in Hamburg so. Da werden Zimmer gesucht, um Sympathiepunkte beim Vermieter gefeilscht und für die schimmligsten Zimmer muss man urplötzlich horrende Preise bezahlen.
Da ist es kein Wunder, dass viele auf die verschrobene Wg-Zimmer-Möglichkeit zurück greifen.

Was zuerst verhement abgelehnt wurde, wird jetzt freudig begrüßt: das Wohnen mit anderen Studenten. Zuerst hat man sich noch über die kiffenden, faulen Fanatiker amüsiert, die sich in staubigen Ecken zusammen tun, um weltfremde Verschwörungstheorien auszubrüten. Und jetzt hockt man plötzlich selber mittendrin, bewirbt sich kleinlaut in bunten Küchen, in denen das Bier sich in der Spüle stapelt und hofft inständig, dass man verrucht genug ausschaut, um sympathisch genug und nicht spießig zu wirken.

Und ist man erst einmal eingezogen, in dem viel zu kleinen, vollgemüllten Zimmer, stellt man fest, die biertrinkende Zockergemeinde ist ja gar nicht so verrückt. Sondern nur genauso verzweifelt auf der Suche wie man selbst. Und natürlich abgebrannt. Bianca studiert Philosophie, Domenik Jura und Yvonne irgendwas künstlerisches. Abends wird zusammen gekocht und jeder hartnäckig dazu gewzungen, den Müll runter zu tragen. Jana fühlt sich schon nach drei Tagen pudelwohl und wie zuhause.

WG´s sind schon lange nicht mehr die komisch verlausten Buden, wie man sie sich vorstellt. Sondern eine ernsthafte Alternative zu den überteuerten Wohnungen. Außerdem ist man nicht alleine und findet schnell Anschluss. Andererseits – nach einem Jahr Dauerwg empfinde ich das Alleinsein und die Tür-hinter-mir-zumachen-können als güldenen Luxus, den ich wirklich sehr vermisse! Nur, ob mir dieser Luxus mal glatte zweihundert Euro mehr im Monat wert ist – naja. So schlimm sind meine Mitbewohner dann doch nicht 😉 .

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