Wohnratgeber

Ursprünge des Feng Shui

Wie die meisten sicherlich bereits wissen, stammt die Lehre des Feng Shui aus China und wird dort bereits seit Jahrtausenden praktiziert. Einfach gesagt, geht es um die Beziehung zwischen dem Menschen und seiner Umgebung. Zwar finden bei uns in der sogenannten westlichen Welt nicht ganz dieselben strengen Regeln Anwendung, die in China heran gezogen werden, doch der Kern der Sache ist derselbe.

Die Umgebung hat maßgeblichen Einfluss auf die Menschen. Selbst die, die nichts von der Praxis des Feng Shui halten, fühlen sich sicherlich auf einer blumenübersäten Sommerwiese wohler, als in einem feuchten Keller. Oder noch einfacher gesagt, eine vielbefahrene Strasse direkt vor dem Haus verursacht unangenehmen Lärm und Stress, während ein gepflegter Wintergarten vor einem schönen Ausblick das Herz höher schlagen lässt. Natürlich kann man an den äußeren Umständen meistens nicht viel ändern, aber Feng Shui hilft dabei, negative Einflüsse aufzuheben oder zumindest zu minimieren.

Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umgebung nutzen

Durch die jahrtausendealte Erfahrung der Chinesen mit den Auswirkungen, die bestimmte Umgebungen auf die sie bewohnenden Menschen haben, werden im Feng Shui heutzutage die Wohn- oder Arbeitsräume so optimiert, dass die Menschen unterstützt werden und positive Energien wieder ungehindert fließen können. Denn im Gegensatz zu früher verbringen wir heute den Großteil unserer Zeit in geschlossenen Räumen, weshalb es umso wichtiger ist, dass wir mit diesen im Einklang sind.

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Egal ob sich dabei um unsere Wohnung, unser Haus oder unser Büro handelt, jeder dieser Räume sollte die Funktion erfüllen, die wir von ihm erwarten. Ein Haus soll uns Schutz geben, Möglichkeit zur Regeneration und für ein gemütliches Beisammensein der Familie dienen. In unserem Büro müssen wir kreativ sein, neue Ideen entwickeln und konzentriert und voller Energie arbeiten können. Und natürlich möchten wir auch uns selbst ausdrücken und in irgendeiner Weise unserer Umgebung einen ganz persönlichen Stempel aufdrücken.

Geomantie – Erspüren von Räumen

Laut der wörtlichen Übersetzung dieses Begriffes, nämlich griechisch für „Erddeutung“, geht es hierbei um die Ermittlung von guten und schlechten Räumen. Kraftströme, elektromagnetische Felder und Wasseradern wurden auch in Europa schon seit Tausenden von Jahren mithilfe von geomantischen Systemen erfasst. Feng Shui ist im Grunde auch ein geomantisches System zur Beurteilung und Einteilung von Räumen, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, welches sich trotz vieler Umwälzungen in den letzten Jahrhunderten in China bis heute gehalten hat. Und es funktioniert. Schon in der Antike und im Mittelalter wurden verschiedene Methoden eingesetzt, um die richtigen Plätze für den Bau von Tempeln, Kirchen und anderen Kraftplätzen zu finden. Und noch heute fühlen wir in Kirchen oder an Orten wie Stone Henge die Erhabenheit und Harmonie eines starken, positiven Energieflusses.

Im Feng Shui, was wörtlich übersetzt Wind und Wasser bedeutet, finden genau diese beiden wichtigen Elemente bei der Gestaltung von Räumen große Bedeutung. Früher wurde diese Prinzip bei den Chinesen konsequent angewandt, und zwar schon bei der Suche nach dem richtigen Platz für einen Hausbau, um wirklich im Einklang mit der Umgebung zu leben. Wichtig war dabei eine windgeschützte Lage, die gleichzeitig Ausblick nach vorne, Schutz von hinten und Nähe zum Wasser bietet. Durch ständige Weiterentwicklung dieser Prinzipien stehen den Beratern im Feng Shui heutzutage komplexe Systeme zur Verfügung, um unsere Wohn- und Arbeitsräume so zu gestalten, dass wir uns wieder so weit wie möglich im Einklang mit der uns umgebenden Natur befinden.

Doch grundsätzlich gilt, eine Beratung im Feng Shui alleine genügt nicht. Um wirklich positive Ergebnisse zu erzielen, muss man die Vorschläge und Hinweise nicht nur selber konsequent umsetzen, sondern auch an sich selbst arbeiten und sich mögliche Probleme und Hindernisse bewusst machen.