Wohnratgeber

Tapezieren für Anfänger und Profis simple erklärt

Sie haben sich Ihre erste eigene Wohnung angeschafft und möchten diese nun nach Ihren Wünschen einrichten und gestalten? Dabei gibt es in der heutigen Zeit unzählige Möglichkeiten und Varianten um Ihr neues Heim wohnlicher zu machen, denn kahle weiße Wände gehören eindeutig der Vergangenheit an. Erst wenn man seine Wohnung farblich und durch Akzente gestaltet, fühlt man sich so richtig zu Hause. Natürlich spielt hier die Wahl der richtigen Tapete eine große Rolle.

Die Zeiten der weißen Raufaser sind vorbei

Der Kunde kann heute zwischen einer Vielzahl Tapeten wählen, die er zur Ausgestaltung seiner Wohnung verwenden kann. Die 3 beliebtesten Varianten sind hierbei die Papiertapete, welche wohl die beliebteste ist, die selbstklebende Fototapete und die Vliestapete.

Welche Tapete ist die Richtige für meine Wände?

Alle 3 Varianten haben Vorteile und auch Nachteile, jeweils im Material, Untergrundvoraussetzungen und auch der Anbringung. Die Papiertapete und auch die Vliestapete werden beide mit zusätzlichem Kleister an die Wand gebracht. Hierbei können Sie sich am einfachsten in Ihrem Baumarkt des Vertrauens beraten lassen. Am einfachsten ist das normale Kleisterpulver, welches mit ausreichend Wasser angerührt wird. Je nach Hersteller können die Angaben abweichen. Der Vorteil von beiden Varianten ist, dass Sie auf den meisten Untergründen haften. Bitte achten Sie darauf, dass der Untergrund die Feuchtigkeit nicht aus dem Kleister zieht, ansonsten wird die Tapete nicht halten. Am besten Sie richten sich auch hier nach den Herstellerangaben und sparen nicht an der Beratung.

Die selbstklebende Variante, wie bei Fototapeten ist hier um einiges leichter zu betrachten. Sie sollte Schritt für Schritt angebracht werden, um sich nicht selbst zu verkleben. Der Kleber ist sehr stark um den Halt zu gewährleisten, sodass Sie die Fototapeten nicht wieder auseinanderziehen können. Ihr Vorteil ist, dass Sie durch Ihre hohe Farbbrillanz punktet und eben keinen Kleister benötigt. Beim Untergrund sollte man jedoch von Silikon und Dispersionsfarbe Abstand nehmen. Sollten sie sich diesbezüglich nicht sicher sein, ob diese Farben bei Ihnen aufgetragen wurden, achten Sie einfach auf hohen Glanz. Abhilfe schafft hier eine Makulaturtapete. Diese wird vorher aufgetragen und muss mindestens 24 bis 48 Stunden trocknen.

Anbringung der Papiertapete

Sie benötigen zur Anbringung: Einen Tapeziertisch, Kleister, einen Handfeger oder Tapetenroller zum Glattziehen und Andrücken der Tapete, einen Bleistift, Cutermesser, eine Wasserwaage und einen Zollstock

Es empfiehlt sich mit einer zweiten Person, die Tapete anzubringen.

Schritt 1:
Messen Sie die Wand aus, um herauszufinden, wie viel Meter Tapete Sie benötigen.

Schritt 2 – Vorarbeit:
Legen Sie sich Ihre Materialien zurecht und bauen Sie den Tapeziertisch auf. Zeichnen Sie ggf. an, wohin Sie die Tapete setzten möchten, jeweils mit einer Mittigen waagerechten und senkrechten Linie. Dies ist nur notwendig, sofern Sie nicht die gesamte Wand bekleben.

Schritt 3 – Kleister
Legen Sie sich die Bahnen zurecht. Sollten Sie ein Bild haben, ist diese sicherlich nummeriert. Lesen Sie die Herstellerangaben sorgfältig und legen Sie das Bild schon einmal auf dem Boden komplett aus. Sollten hier Fehler auftreten, kann die Ware meist umgetauscht werden. Ist alles korrekt, rühren Sie den Kleister nach Herstellerangaben an und lassen ihn ziehen.

Schritt 4 – einkleistern und verkleben
Streichen Sie den mittlerweile angedickten Kleister auf die Tapete. Bitte achten Sie dabei das dies in einem mittleren Maß passiert. Bei zu wenig Kleister wird die Tapete nicht halten, bei zu viel verwendeten Kleister wird die Tapete zu sehr aufquellen und sieht dann nicht mehr schön aus. Je nach Hersteller Empfehlung kann auch die Wand bestrichen werden, um eine bessere Haftung zu gewährleisten.

Tipp: Lassen Sie den Kleister kurz auf der Tapete anziehen. Die Papiertapete wird sich hier um Maximum 2cm aufquellen, also bitte nicht erschrecken, wenn Sie eine trockene Bahn zum Vergleich anhalten.

Bei einer kompletten Wand beginnen Sie oben und an der äußersten Ecke mit dem verkleben. Am besten Sie klappen das untere Ende zur Mitte hin ein, um nicht auf die Tapete zu treten.

Tipp: Streichen Sie die Tapete von der Mitte nach außen hin fest. Somit vermeiden Sie ungewollte Bläschen. Bei einem Motiv beginnen Sie mit den oberen Bahnen und der Nummer 1. Prinzip bleibt gleich.

Schritt 5:
Sollten die Bahnen unten zu lang sein, können Sie jetzt alles unten mit einem Cutermesser kürzen. Jedoch warten, bis alles verklebt ist, um eine Einheit zu schaffen. Lassen Sie die Tapete nun trocknen. Sie können hierfür die Heizung aufdrehen, vor allem bei feuchter und kalter Witterung.

Haben Sie alle Schritte durchgeführt und genau und gewissenhaft gearbeitet, sollte Sie ein gutes Resultat belohnen.

Es empfiehlt sich allerdings jemand mit Erfahrungen, oder sogar vom Fach zurate zu ziehen und als zweite Person mit in Boot zu holen.

Für weitere Informationen und eine sehr schöne Auswahl an Tapeten empfiehlt sich noch folgende Internetseite: www.decowunder-tapeten.de.

Viel Erfolg beim Anbringen der Tapete!

photo: dieter76 – Fotolia

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