Möbel

Shabby Chic: Anleitung zum Gestalten von Vintage-Möbeln

Shabby Chic ist ein verspielter, feminin wirkender Wohntrend, bei dem alte Erbstücke, Flohmarktfunde und selbst gestaltete Möbel kombiniert werden und ein gemütliches Gesamtbild im „used“-Look ergeben.

Shabby Chic heißt wörtlich übersetzt „schäbiger Schick“, doch geht es hier nicht darum, sich möglichst hässlich und heruntergekommen einzurichten. Vielmehr soll der Charme von etwas abgewohnten Möbeln herausgestellt und mit passenden altmodisch wirkenden Accessoires kombiniert werden. Weiß und sanfte Pastelltöne dominieren dabei, außerdem passen Blumenmustertapeten und altmodische Strick- oder Häkeltextilien wunderbar dazu. Das Ganze ähnelt dann einer etwas gebrauchten Variante des Landhausstils. Wer auf dem Dachboden keine alten Möbel mehr findet, kann neue Möbel mit ein paar Tricks einfach selbst im Shabby Chic umgestalten.

Shabby Chic: Anleitung zum Gestalten von Vintage-Möbeln

Vor der Umgestaltung muss das Möbelstück gründlich gereinigt und abgeschliffen werden. Welche Technik man auch anwendet, neue Möbel sollen hinterher alt und abgewohnt aussehen. Zu diesem Endergebnis führen verschiedene Wege, zum Beispiel die Verwendung von sogenanntem Krakelierlack. Dieser Reißlack wird beim Streichen eines Möbelstücks auf der Grundierung aufgetragen, darüber kommt dann der gewünschte Farbanstrich. Beim Trocknen erzeugt der Krakelierlack künstliche Risse in der Farbe und ruft so den Effekt hervor, als würde die Farbe bereits vom Holz abblättern. Außerdem kann man durch das Auftröpfeln von Kerzenwachs unter der obersten Farbschicht künstliche Wachsflecken erzeugen, die einen hübschen „used“-Look ergeben. Durch das Aufbringen von floralen Ornamenten und Ranken aus Gips oder Ähnlichem kann man ein Möbelstück noch zusätzlich „antikisieren“.

Wenn Möbel einen neuen Anstrich erhalten sollen, gibt es vor allem zwei Möglichkeit, mit denen Stil des Shabby Chic hervorzubringen. Zum Einen wird die Farbe beziehungsweise die Lasur nur sehr dünn aufgetragen, eventuell sogar etwas mit Wasser verdünnt, sodass sie nicht deckt, sondern das Holz noch durchschimmert. Zum Anderen wird eine Farbe gleichmäßig auf das Holz aufgetragen und nach dem Trocknen mit einer Drahtbürste, Stahlwolle oder Schleifpapier bearbeitet, so dass die Farbe an Ecken und Kanten ungleichmäßig wieder abgetragen wird. Einen interessanten Effekt kann man hierbei zusätzlich erhalten, in dem man die Grundierung in einer anderen Farbe wählt, so dass beim Abkratzen der oberen Farbschicht ein anderer Farbton durchschimmert.

Shabby Chic: die richtige Dekoration

Mit der Verwendung der richtigen Farbe – wie gesagt vor allem Weiß, dazu auch helle Pastelltöne – ist schon Vieles getan. Dazu können Möbel mit den richtigen Details weiter aufgewertet werden. Altmodische Knäufe an der Kommode und abgewetzte Griffe am Schrank machen den Vintage-Look perfekt. Auch weiße Körbe können in jeder Form eingesetzt werden, am besten, wenn auch hier teilweise die Farbe abblättert. Arbeitet man zusätzlich mit Mustertapeten, Kerzen oder Omas gehäkelten Kissenbezügen, ist ein bis eben noch langweiliger Raum im Nu im Shabby Chic umgestylt. Natürlich dürfen einzelne Einrichtungsstücke aus diesem Design herausfallen. Solange sich alles schlüssig ins Gesamtkonzept fügt, sind auch moderne Accessoires und der ein oder andere kräftige Farbtupfer bei diesem Wohntrend erlaubt.

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2 Kommentare

  1. Ich würde den shabby chic nicht als feminin beschreiben, sondern eher als nostalgisch.Kombiniert man den Shabby chic mit modernen weißen Möbeln sieht es besonders schön aus.

  2. Hallo Freunde,
    die ganzen Kommentare uber Shabbby Chic und den Ursprung dieses Öberflächengestaltung der Möbeln ist absurd. Der 1. Shabby Look geht weit zurück mind. 350 Jahre. Kirchen und Schlösser in weiss mit Gold und viele andera Farben auch. Fast kein Holz ist ohne Anstrich gewesen und der Mensch braucht die Farben um leben zu können. Aber heute sind viele gestört in bezug auf Farben!

    mfg.Jakob Nermesan

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