Möbel in der eigenen Werkstatt selbst bauen

Für viele ist die eigene kleine Werkstatt ein langgehegter Traum – andere haben sich diesen Traum bereits erfüllt. Möchten auch Sie Ihre Möbel selbst bauen oder restaurieren – im eigenen, gut ausgestatteten Werkraum können Sie diesem Hobby am besten nachgehen.

Werkeln in den eigenen vier Wänden

Wenn Sie einen geeigneten Raum haben, in dem Sie Ihre Werkstatt einrichten möchten, dann schaffen Sie sich im nächsten Schritt die nötige Einrichtung an. Wer vernünftig handwerklich arbeiten will, der benötigt eine hochwertige Ausstattung, die viele Jahre hält. Besonders wichtig ist dabei die Werkbank, denn das ist der Arbeitsplatz des Möbelbauers, wo er seine Stücke fertigt. Eine gute Werkbank ist robust und standfest, sie wackelt nicht und hält auch größere Belastungen aus. Mindestens ein Schraubstock gehört zu Ihrem Arbeitsplatz, so können Sie einzelne Werkstücke während der Arbeit fixieren. Weitere Zwingen lagern Sie griffbereit im Schrank, ebenso wie das übrige Werkzeug, das selbstverständlich ebenfalls höheren Ansprüchen genügen sollte. Einige Maschinen, wie beispielsweise eine Kreissäge, ein e Bohrmaschine und im Idealfall eine Oberfräse, gehören zur Werkstattausstattung dazu.

Möbelstücke bauen und restaurieren

Die meisten selbst gefertigten Möbel bestehen aus dem Werkstoff Holz. Besonders kostengünstig ist das Kiefernholz, doch die verschiedenen Laubholzarten bieten mehr Stabilität und eine hochwertigere Optik. Ein Handwerker, der gut mit dem Werkstoff Holz umgehen kann, kennt die unterschiedlichen traditionellen Holzverbindungen von der Überblattung über die Verzinkung bis hin zum Schwalbenschwanz. Wer es sich leichter machen will, der setzt auf einfache Dübelungen oder verschraubt die einzelnen Teile. Bei einer Möbelrestaurierung kommt es allerdings darauf an, das jeweilige Stück im alten Stil wieder herzurichten: In eine antike Kommode fügt man keine modernen Stahlschrauben ein, damit sinkt der Wert des alten Möbels. Wer also fachgerecht restaurieren möchte, muss sich mit den historischen Methoden der Möbelherstellung auseinandersetzen und diese nachvollziehen, sonst wird das Ergebnis nicht zufriedenstellend sein.

Holzoberflächen behandeln

Normalerweise bleibt ein Holzmöbel nicht in seiner Rohfassung bestehen, die Oberfläche benötigt eine fachmännische Behandlung. Natürlich gehören ausgiebiges Hobeln und Schleifen dazu, um das Holz möglichst glatt zu bekommen. Danach stellt sich aber die Frage, ob man zum Abschluss nun lackieren, lasieren, beizen, ölen oder wachsen soll. Fest steht: Eine deckende Lackierung lässt die Holzmaserung verschwinden. Die anderen Methoden der Oberflächenbehandlung heben die Oberflächenstruktur eher hervor und bewirken trotzdem einen guten Schutz gegen Nässe und Verschmutzung. Die Holzbeize und die Lasierung bringen noch dazu Farbe ins Spiel, so können Sie das Möbelstück optisch ganz einfach dem Umfeld angleichen, in dem es stehen soll. Wachs und Öl schützen die Holzoberfläche auf besonders natürliche Weise.

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