Wohnratgeber

Kindermöbel – Schadstofffrei

Besonders im letzen Jahr haben zwei Debatten Aufmerksamkeit auf sich gezogen, die mich veranlasst haben zu diesem Thema zu schreiben. Erstens die Klimaschutz- und Umweltdebatte, und zweitens der Skandal um giftiges Kinderspielzeug. Das legt den Verdacht nahe, dass nicht nur im Kinderspielzeug, sondern auch in Kindermöbeln Stoffe vorhanden sind, die wir unseren Kleinen nicht unbedingt zumuten möchten.

Für Kinder ist es besonders gefährlich, in einem Zimmer mit schadstoffbelasteten Möbeln zu wohnen, denn sie nehmen viele Dinge noch in den Mund. Außerdem befinden sie sich in der sensiblen Wachstumsphase. Doch woher weiß man, welcher Schrank und welches Bettchen geeignet sind?

Auf der sicheren Seite ist man, wenn man sich an Öko-Hersteller wendet. Hier wird darauf geachtet mit möglichst natürlichen Materialien zu arbeiten und diese auch schadstofffrei zu verarbeiten. Doch oft liegt das nächste Fachgeschäft nicht eben um die Ecke und man muss durchgehend etwas tiefer in die Tasche greifen, um seinem Kind solche Möbel zu kaufen.
Doch wie steht es zum Beispiel mit den preiswerten Möbeln IKEA? 2005 hat Öko-Test eine Testreihe mit 15 IKEA-Kindermöbeln und Heimtextilien durchgeführt. Mit erstaunlich guten Ergebnissen! Elf Produkte erhielten sogar die Note „Sehr gut“. Zwei Lampen, „Smyg“ und „Spöka“ strahlten allerdings eine bedenkliche Menge an Elektrosmog aus, auch nicht zu empfehlen waren der Löva-Betthimmel und die Sultan-Fageras-Matratze. Doch angeblich will IKEA ab jetzt keine optischen Aufheller mehr verwenden, wodurch das Bettzeug einen Punktabzug bekam. Auch das Flammschutzmittel, dass in dem Löva-Betthimmel nachgewiesen wurde, soll ab jetzt nicht mehr benutzt werden.

Ganz allgemein sollte man beim Möbelkauf für den Nachwuchs nachfragen, ob und wie das Holz behandelt wurde, und ob Massivholz oder doch nur Spanplatten verwendet wurden. Für einen gesunden Schlaf der kleinen Racker empfiehlt sich auch ein kurzes Nachfragen: Wie hoch ist der Anteil an Naturlatex? Gibt es viele Verklebungen? Stammt die Bettwäsche tatsächlich aus kbA (kontrolliert biologischem Anbau)?

Mit diesen Eckpunkten ist auf jeden Fall sichergestellt, dass der Liebling nicht in einer Formaldehyd-Wolke turnt. Doch ein kurzer Gedanke an den Herstellungsprozess kann auch nicht schaden. Denn ist es wirklich die ökologisch beste Lösung, Holz quer durch Europa zu fahren, wenn es zum Beispiel Plastik-Recycling-Möbel aus Deutschland gibt? Schließlich ist nicht alles Gold was glänzt…!

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