Hohe Mieten: Wie Wohnkosten die Schuldenspirale verstärken
Wohnratgeber

Hohe Mieten: Wie Wohnkosten die Schuldenspirale verstärken

Im Juni 2015 tritt das Gesetz zur Mietpreisbremse in Kraft – doch ob damit der Anstieg der Mieten in den Städten gebremst werden kann, muss sich erst zeigen. Hohe Mieten sind jedenfalls für viele Familien eine Belastung – besonders für diejenigen, die bereits Schulden haben.

Hohe Mietbelastung in Großstädten

Heute müssen Geringverdiener deutlich über 30 Prozent ihres Einkommens für Mietkosten ausgeben, in vielen Großstädten sind es sogar über 40 Prozent, wie der „Spiegel“ analysiert. Mieten verschlingen auch bei Durchschnittsverdienern einen großen Teil des Haushaltsbudgets. Dramatisch wird die Lage oft dann, wenn ein Familieneinkommen wegfällt – wegen Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Trennung. Dann wird die monatliche Mietzahlung zur Belastung. Erfahren Sie hier mehr darüber, wie eine Überschuldung entstehen kann und wie Sie gegenwirken können.

Schuldenschnitt anstreben

Sollten die Mietzahlungen zum Problem werden, sollten Sie die Prioritäten richtig setzen. Die Mietzahlung steht immer an erster Stelle! Vor allen anderen Krediten und Ratenzahlungen. Denn ein Vermieter kann die Wohnung kündigen, wenn Sie die Miete zwei Monate lang nicht bezahlen. Und solange Sie Mietschulden haben, finden Sie nur schwer eine neue Wohnung. Zahlen Sie also mit allen Kräften die Miete – und suchen Sie umgehend Hilfe.

Sprechen Sie frühzeitig mit Beratungsstellen oder Anwälten – mit ihrer Unterstützung können Betroffene mit den Gläubigern einen Schuldenbereinigungsplan vereinbaren, so dass wieder genug Geld für die Miete bleibt. Dabei werden alle Gläubiger angesprochen und mit ihnen vereinbart, in welchem Umfang und mit welcher monatlichen Rate Sie die Schulden zurückzahlen. Das beinhaltet oft auch einen sogenannten Schuldenschnitt – die Reduzierung der Schulden auf ein tragbares Maß.

Schuldenbereinigungsplan und weitere Hilfsmaßnahmen

Kümmern Sie sich um Ihre Schulden:

  • Besuchen Sie eine Schuldenberatungsstelle. Diese begleitet sie, prüft ob ein Schuldenbereinigungsplan in Frage kommt und begleitet Sie falls nötig auch in einem Verbraucherinsolvenzverfahren.
  • Sind bereits Mietrückstände vorhanden, sollten Sie Ihren Vermieter ansprechen und eine Ratenzahlung anbieten, um die Schulden wieder anzubauen.
  • Falls Sie Sozialleistungen beziehen, sprechen Sie auch mit dem Jobcenter.
  • Wenn Ihr Einkommen gering ist: Beantragen Sie Wohngeld.
  • Auch das Sozialamt kann in manchen Fällen Mietschulden übernehmen.

Hohe Mieten sind für alle eine Belastung. Lassen Sie nicht zu, dass aus den hohen Mieten ein Schuldenproblem entsteht. Sondern beugen Sie aktiv vor und organisieren Sie sich die nötige Hilfe.

Bildquelle: Pixabay, AlexanderStein, 167734

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