Wohnratgeber

Farben im Feng Shui: Wirkung und Dosierung

Farbpalette © Fotolia.com
Natürlich ist bei einer Wohngestaltung mit Farben nicht nur die Farbe selbst entscheidend wichtig, sondern auch die Einsatzmöglichkeiten sowie Dosierung und Wirkung. Zuviel ist selten gut und zuwenig zeigt nicht die gewünschte Wirkung. Hier gilt es also auszuprobieren und aufmerksam sich selbst und den Farben gegenüber zu bleiben, damit man sich nicht dauerhaft unerwünschten Einflüssen aussetzt.

Da Farben erwiesenermaßen eine starke Wirkung auf uns ausüben, sollte man sie nicht einseitig und zu verstärkt einsetzen, also beispielsweise ein ganzes Zimmer komplett in einer Farbe streichen. Wer die physischen und psychischen Wirkungen der einzelnen Farben kennt, kann diese aber mithilfe von Akzenten einsetzen, um damit bestimmte Eigenschaften zu fördern und einen harmonisierenden Ausgleich im gesamten Wohnbereich zu schaffen.

Richtige Dosierung ist das Wichtigste

Für eine positive und nachhaltige Wirkung ist die Dosierung wirklich das Entscheidende. Schließlich will und soll die Farbe auch über Jahre, in denen wir in einer Wohnung oder einem Haus leben, eine verträgliche Wirkung haben und uns nicht überfordern. Genau deshalb sollte man mit ganzen Wänden und Sofas in bestimmten Farben etwas vorsichtiger sein, denn wir wollen uns ja auch noch nach ein paar Wochen wohlfühlen und nicht ständig alles ändern müssen. Dabei gibt es eine kleine Faustformel, die immer beachtet werden sollte: je größer die Fläche ist, die bearbeitet werden soll, desto geringer sollten Intensität und Dunkelheit der gewählten Farbe sein. Um das beurteilen zu können, muss natürlich von Einzelfall zu Einzelfall unterschieden werden. Denn genau das ist selbstverständlich auch abhängig von der Größe und dem Einsatzort des Raumes, wie viele Flächen es zum Ausgleich gibt, wie diese gestaltet sind, etc. pp. Sind die Räume relativ klein, muss die Farbe in jedem Fall hell gehalten werden, damit man sie nicht noch kleiner wirken lässt.

Auch fällt es uns recht schwer uns wirklich vorzustellen, wie eine gewählte, vielleicht erstmal etwas ungewohnte Farbe auf einer großen Fläche wirkt. Wer also eine oder mehrere Wände in einem Zimmer mit einer bestimmten Farbe streichen will, sollte vor dem Gesamtanstrich erstmal kleinere Proben an die Wand pinseln, um so einen besseren Eindruck von der Gesamtwirkung zu bekommen. Wem die Farbe dann schon zu intensiv erscheint, sollte die Farbe entweder noch heller mixen oder doch eine andere wählen. Farben haben wirklich eine starke Wirkung, deshalb reicht es oft schon, eine weiße Wandfarbe ein wenig abzutönen. Das reicht als Effekt oftmals völlig aus und schlägt sich nicht als extremer Farbklecks im Raum nieder.

Radikales Umkrempeln ist fehl am Platz

Wichtig ist auch, dass wir uns diesem Thema mit Geduld widmen und einen Schritt nach dem anderen gehen. Natürlich bietet es sich beispielsweise bei einem Umzug an, gleich die ganze Wohnung mit gewünschten Farbakzenten zu versehen. Das betrifft auch kleinere Einrichtungsgegenstände. Geschirr oder im speziellen Tassen bedrucken bringt deutlich mehr leben in die Küche. Aber bewohnt man schon ein Haus oder eine Wohnung und möchte hier etwas ändern, sollte man sich nicht direkt mit dem kompletten Umkrempeln der Wohnräume überfordern. Schritt für Schritt reicht völlig aus, damit man zwischendurch auch mal zeit hat, die Wirkung der bereits eingesetzten Farben zu beobachten und sich zu vergegenwärtigen, ob das so passt oder nicht. Mit kräftigen Farben wie Rot und Orange können besser Akzente gesetzt werden, als ganze Wände gestrichen. Diese wirken beispielsweise auch in Form eines Sofakissens oder Hockers. Außerdem kommt hinzu, dass man bei Nichtgefallen Stoffe und Accessoires natürlich wesentlich leichter austauschen kann, als zweimal dieselbe Wand neu zu streichen.

Wenn man bestimmte Farben vorher nicht so wirklich mochte, aber eine Feng Shui Beratung oder das Nachlesen in unterschiedlichen Ratgebern genau diese Farben empfiehlt, muss man besonders vorsichtig sein und sich langsam annähern. Die Gefahr ist sonst groß, dass man sich in seinen eigenen vier Wänden nicht mehr wohlfühlt und außerdem spielen bei der Farbgebung natürlich auch die eigenen Vorlieben eine Rolle. Andererseits kann genau diese Konfrontation alte, versteckte Probleme ans Tageslicht bringen und bei ihrer Klärung helfen, damit man diesen Ballast nicht noch weitere Jahre mit sich herumschleppt. So hat alles immer seiner Vor- und Nachteile.

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