Wer auszieht, plant meistens einen Neuanfang. Und wer neu anfängt, der lässt zumeist auch etwas zurück. In meinem speziellen Fall heißt das eine Wohnung, für die Nachmieter gefunden werden müssen. Und zwar möglichst schnell.
Diese Geschichte mit den Nachmietern ist immer so eine Sache. Eine Kleinigkeit, eine störende, die die ganze Euphorie über den Auszug
eigentlich nicht dämpfen kann. Aber ,,eigentlich” ist ja auch, wie mein Lehrer immer zu sagen pflegte, ein ganz schlechtes Wort.
Ich machte mir darüber keine Gedanken. Wirklich gar keine. Bis zu diesem denkwürdigen Tag, als mein Handy nicht mehr still stand:
Klingeling. ,,Hallo?”
Hastige Stimme: ,,Tag. Wann kann ich vorbei kommen?”
Ich: ,,Äh, wie bitte?”
Genervte Stimme: ,,Na, wann ich vorbei kommen kann.”
,,Wer sind Sie denn überhaupt und was wollen Sie von mir?” (In meinem Kopf laufen gerade alle Horror-Filme in Eiltempo ab, die ich je in meinem Leben gesehen habe und wo unschuldige Studenten in ihrer eigenen Wohnung kaltblütig… na, ihr wisst schon.)
Extrem genervte Stimme, dramatischer Seufzer: ,,Also, Sie ziehen doch da bald aus. Und ich möchte mir Ihre Wohnung ansehen.”
Ich war geschockt. Aber dazu hatte ich keine Zeit. Denn mein Handy klingelte den ganzen Tag und zwar ununterbrochen. Ich quatschte mit mir völlig fremden Leuten und wusste nicht einmal, woher diese meine Nummer herhatten. Denn wir hatten noch kein Inserat aufgegeben. weiterlesen »
Da bin ich ja über eine interessante Theorie gestolpert: Nicht die Augen, sondern die Wohnung ist der Spiegel der Seele. Während blaue Augen lügen, scheinen die eigenen vier Wände metaphorisch einiges über das Leben seines Bewohners auszusagen.
Na, was sagt ihr zu dieser These? Ich musste ja erst einmal gehörig schmunzeln. Aber dann habe ich ein wenig nachgedacht und bin doch tatsächlich zu dem überraschenden Ergebnis gekommen, dass es gar nicht mal so abwegig ist.
Aber erst einmal zu der angesprochenen Theorie. Denn diese besagt, dass unsere eigenen vier Wände ausdrücken, wer und was wir sind.
Demnach ist es also kein Zufall, was wir für Möbel wo und wie hinstellen. Und wie wir uns einrichten.
Verspielt, romantisch, kitschig. Alleine der Stil gibt schon eine persönliche Richtung vor. Kann ein kitschiger Mensch ein pragmatischer sein…? Könnt ihr euch eine Jura-Studentin in einem schweinchenrosanen Traum vorstellen…? weiterlesen »
Wer schön wohnt, meint damit oft nicht nur die Inneneinrichtung eines Hauses oder einer Wohnung, sondern dazu gehört auch eine ganze Menge mehr.
Wer sesshaft werden und sich längerfristig ein behagliches Zuhause schaffen möchte, der sollte sich auch schon bei der Wahl des Wohnortes im klaren sein. Gerade bei Paaren, die zusammen ziehen wollen, gibt es da Unstimmigkeiten.
Schon die grundsätzliche Frage, ob Stadt oder Land, sorgt oft für Zündstoff. weiterlesen »