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Sacco, der Sitzsack!

Autor: Pia
abgelegt in: Design Klassiker

Sitzsack rot © Flickr / Kuttibalu

Alles Gute zum Geburtstag, lieber Sacco! In diesem Jahr feiert er seinen 40sten Geburtstag, aber man muss sagen, er ist eigentlich keinen Tag älter geworden und sieht noch genauso aus wie 1968. Da hat er so Manchem einiges voraus.

Die italienischen Sacco-Väter Piero Gatti, Cesare Paolini und Franco Teodoro entwarfen diese ungewöhnliche Sitzgelegenheit für Zanotta. Der Sitzsack war Ausdruck für eine ganze Lebens- und Einrichtungsphilosophie, er stand im krassen Gegensatz zu den anderen extrem formellen Sitzmöbeln. Die informellste Art zu sitzen war der Sacco.

Heute kann man ihn fast überall kaufen, in allen Farben, Mustern und Materialen. Ich habe sogar schon einen für Babys mit einem Anschnallgurt entdeckt und auch den lieben Haustieren wird er nicht vorenthalten. Wer gerne bastelt, näht und eine gute Nähmaschine besitzt kann den Klassiker auch selbst nachnähen. Anleitung hierzu finden sich diverse im Internet. Für diejenigen, die nicht auf freundschaftlichem Fuße mit der Nähmaschine stehen, gibt es den Sacco selbstverständlich auch zu kaufen. Er kostet zwischen 20 und 100 Euro.

Der Vorteil von dieser Sitzgelegenheit ist eindeutig seine einfache Handhabung, jeder kann sich hineinfläzen, wie es ihm beliebt. Und er ist natürlich auch sehr einfach zu transportieren, der Sitzsack kann ganz einfach vom Wohnzimmer ins Arbeitszimmer wandern und von dort ins Kinderzimmer entführt werden. Sogar auf dem Balkon oder im Garten habe ich das Geburtstagskind schon entdeckt.

Sacco Weiß © Flickr / schojonhaug


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Ornamentfrei, funktional und zeitlos. Diese drei Worte fallen mir ein, denke ich an Bauhaus. Die berühmten Möbel von namenhaften Designern wie Marcel Breuer, Mies van der Rohe oder Le Corbusier sind auch gut 80 Jahre nach ihrer Entwicklung noch sehr begehrt. “Form follows Function” - diesen Satz wird jeder schon einmal gehört haben. Vielleicht ohne sich großartig Gedanken darüber zu machen, doch viel treffender könnte man diese Möbel eigentlich nicht beschreiben. Denn die Funktion bestimmt die Form.

Obwohl nicht alle Bauhausmöbel aus Stahl gefertigt sind, so enthält doch ein Großteil genau dieses Material. Oft kombiniert mit hochwertigem Leder, wie zum Beispiel der renommierte “Chaise Lounge”. Das erklärt auch die Lebensdauer der Stühle, Sessel, und Sofas. Zum Teil erklärt es auch die Preise der guten Stücke. Selbstredend muss man für einen Einrichtungsgegenstand der verschraubt und nicht verleimt, der aus Massivholz und Leder und nicht aus Sperrholz und billigem Stoff gefertigt ist tiefer in die Tasche greifen, doch muss man dafür gleich über 1000 Euro zahlen?

Nein muss man nicht! Denn in Deutschland, der Schweiz und in Österreich werden die Möbel auf Grund von noch nicht abgelaufenen Lizenzen auf einem viel höheren Preisniveau gehandelt als in anderen Ländern. Es lohnt sich also sich einmal auf dem ausländischen Markt umzusehen. Auch sollte man sich überlegen, ob man bei dem offiziellen Hersteller kauft oder sich einen Nachbau zulegt. Dabei sollten Stuhl, Sessel oder Liege aber besser direkt begutachtet werden, denn gerade bei Internetbestellungen ist die Enttäuschung im Nachhinein oft groß. Weiter nützliche Tipps, auf was es zu achten gilt, gibt es hier.

Ob einem die kühle, sachliche Art und Weise der Bauhaus-Möbel gefällt sei jedem selbst überlassen. Besonders beliebt sind sie natürlich im Arbeitsbereich. Denn hier passen die klaren und unverspielten Formen perfekt hinein.

Wassily Chair


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