Bedenkt man die Tatsache, dass Körperhygiene bis zur Aufklärung in der Gesellschaft extrem verpönt gewesen war, ist es doch sehr verwunderlich, wie sehr die Körperpflege inzwischen Einfluss auf unseren Tagesablauf genommen hat. Wo einst Parfüm oder weißes Duftpulver über so manchen Gestank hinweg helfen musste, wird heutzutage ein wahres Feuerwerk der Körperpflege abgebrannt.
Das Schaumbad gilt heutzutage als Inbegriff für Erholung und Entspannung, das aber auch im entsprechenden Ambiente genossen werden möchte. Standardisierte Badewannen, womöglich als Maßgabe für die gesamte Größe des Bades, sind vollkommen aus dem Trend. Wenn möglich, installiert man sich eine freistehende Badewanne als Gipfel der privaten Badekultur. Dabei ist Optik nicht immer unbedingt der zwingende Hintergrund, vielmehr ist es das Gefühl etwas Außergewöhnliches zu besitzen. Gerade Modelle mit einem anmutenden Stil, Klauenfüßen und einem Hauch von „viktorianisch“ erfreuen sich großer Beliebtheit. Hersteller führen die Eleganz der freistehenden Badewannen auf die Klauenfüße zurück, die schon in der Antike als Machtsymbole herhalten mussten.
Mal abgesehen von diesen imagefördernden Beweggründen sehen freistehende Badewannen im viktorianischen auch wirklich gut aus. Es ergibt sich schon durch die fehlende Einmauerung der Eindruck von mehr Raum, die Wanne ist zwar immer noch ein tragendes Element, aber nicht mehr die Maßgabe des Bades. Umrandet von verschiedenen Dekorationsvarianten wie dunkles Parkett oder antike Figuren wird das Bad zu einem wirklichen Erholungstempel.
Angesicht von gerade einmal acht Quadratmetern, die den durchschnittlichen Deutschen an Raum im Bad zur Verfügung stehen, sehen viele Menschen trotz aller Vorzüge einer Badewanne die Dusche als endgültige Lösung des Platzproblems.
Die Wasserersparnis, in der heutigen Zeit nicht unerheblich, sowie die Zeitersparnis sind die wichtigsten Beweggründe zum Neubau einer Dusche. Die notwendigen Teile wie Duschwannen, Wannenverkleidung und Bodenfliesen lassen sich recht schnell im Baumarkt besorgen, jedoch muss man sich zunächst die Genehmigung vom Vermieter besorgen. Dann kann das Unternehmen „Duschenbau“ in Angriff genommen werden.
Einer der wichtigsten Aspekte beim Einbau einer Dusche ist die Isolierung der Wände. Abdichtanstriche mit der wasserdichten Schutzschicht Lastogum verhindern das Durchdringen der Nässe und bilden eine gute Grundlage für die Fliesen. Im bei den Fliesen die richtige Farb- und Materialauswahl zu treffen, sollte man ruhig den Dienst eines Raumausstatters in Anspruch nehmen, da dieser kleine Details mittels entsprechender Software bereits im Vorfeld planen kann. Das Fliesen selbst benötigt lediglich ein wenig Geschick und Geduld. Der schwierige Teil beginnt mit dem Bau der Ablaufgarnitur, wo die Rohre in entsprechender Länge zurecht geschnitten werden müssen, um sie dann optimal an die darüber liegende Duschwanne anzupassen. Nachdem die Wanne angepasst wurde, gilt es noch eine passende Verkleidung zu finden. Hier muss man einen Kompromiss zwischen Praktikabilität und Schönheit finden, weshalb eine Verkleidung mit Fliesen bei einem Rohrbruch und anderen Katastrophen eher hinderlich ist.
Im Anschluss nur noch die Kabine an den Wänden anpassen, oder wenn diese nicht gewünscht ist, einen Duschvorhang anbringen und fertig ist die eigene Dusche.
Mit ein wenig handwerklichem Geschick, der richtigen Anleitung und ein bisschen Geduld geht es eigentlich ganz einfach.
Zuerst einmal sollte das Werkzeug komplett sein. Mit Gummihammer, Zahnspachtel und Kelle, Gummiwischer, Plastikeimer und Rührquirl, Kartuschenpresse, Wasserwaage und Zollstock seid ihr gut ausgerüstet. Je nach dem welchen Untergrund ihr habt und für welche Fliesen ihr euch entschieden habt müssen nun folgende Materialien passend beschafft werden Fliesenkleber, Fugenmörtel, Fliesenkreuze, Grundierung und natürlich die Fliesen an sich.
Bevor es los geht solltet ihr feststellen ob der Untergrund tatsächlich völlig trocken ist. Dazu gibt es einen ganz einfachen Trick; Ein Stück Frischhaltefolie mit Kreppband auf den Boden kleben, so dass keine Luft darunter kommen kann und dann nach einem Tag überprüfen, ob sich Wassertröpfchen an der Folie angesammelt haben. Wenn dies der Fall sein sollte, ruft lieber einen Spezialisten an. Wenn nicht dann kann es losgehen!
1. Schritt: Mit Richtschnüren den Raum in gleichmäßige Rechtecke einteilen. Und einen Abschnitt mit den Fliesen trocken Probe legen. Am besten ihr mischt die Fliesen aus den verschiedenen Paketen, damit eventuelle Fabrikationsunterschiede, zum Beispiel im Farbton, nicht auffallen.
2. Schritt: Ein Teil des Fliesenklebers anrühren. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür wieviel man gerade benötigt. Nun mit dem Zahnspachtel den Kleber auf den Boden ziehen.
3. Schritt: Die Fliesen auf das Mörtelbett legen und leicht mit dem Gummihammer festklopfen. Zwischen den Platten nicht die Fugenkreuze vergessen, damit der Abstand eingehalten wird. Nun heißt es zwei bis drei Tage warten.
4. Schritt: Jetzt geht es ans Verfugen. Der Fugenmörtel wird diagonal zum Fliesenverlauf verteilt. Mit dem Gummischieber den flüssigen Mörtel gut zwischen die Fliesen schieben und dann den trockenen Fugenmörtel aufstreuen.
5. Schritt: Nach einer kurzen Pause kann der trockene Fugenmörtel mit dem Gummischaber zusammengefegt werden. Damit ist auch schon ein bisschen vorgereinigt. Zum Schluss müssen noch die Anschlussfugen abgedichtet werden und die Fliesen geputzt und schon ist der neue Boden fertig!
Möchte man frischen Wind im Wohn- oder Schlafzimmer, so ist schnell die Couch oder das Bett umgestellt, andere Gardinen sind aufgehängt oder die Kissen bunt bezogen. Und schon fühlen sich die Räume wie neu an. Doch wie sieht das im Badezimmer aus? Dusche und Waschbecken lassen sich ja nicht mit wenigen Handgriffen umstellen.
Hier ein paar Tipps wie dennoch auch das Bad bald in neuem Glanz erstrahlt. Oft fehlen einfach Zeit, Nerven und Geld um beispielsweise das Bad neu zu fliesen. Aber manchmal kann man die alten Fliesen einfach nicht mehr sehen. Oder das eintönige Weiß ist einfach zu trist und langweilig geworden. Da gibt es glücklicherweise noch eine andere Lösung, mit Fliesen zum Aufkleben und Abziehen. Mit diesen Aufklebern können ganz einfach Akzente mit frischen Farben gesetzt werden, oder Muster an denen man sich längst satt gesehen hat überklebt werden.
Wer träumt nicht von einem eigenen kleinen Whirlpool in der Wohnung? Doch unter 1.500 Euro wird solch ein Traum nicht in Erfüllung gehen. Oder etwa doch? Mit einer so genannten Whirlmatte lässt sich jede x-beliebige Wanne in eine kleine Wohlfühloase verwandeln. Bei den meisten Luftsprudelmatten, so der deutsche Name, kann man zwischen verschiedenen Massageoptionen wählen. Zwar ist eine echte Whirlwanne wesentlich eleganter, doch schließlich zählt der Entspannungsfaktor genauso.
Auch kleinere Anschaffungen wie farbenfrohe Handtücher, ein größerer Spiegel oder kleine Deckenleuchten bringen oft wieder Leben ins Bad. Ein neuer Wasserhahn für Waschbecken und Dusche kann ebenfalls Wunder wirken, und die Waschgelegenheiten richtig elegant wirken lassen. Also keine Hemmungen, auch im Bad kann sich ganz leicht Einiges verändern!
Besonders in Bad, Küche und Balkon bietet sich ein gefliester Boden an. Doch bei dieser erschlagenden Auswahl an Fliesen, welche soll ich am besten nehmen? Bei den Keramikfliesen unterscheidet man zwischen Steingut, Steinzeug, Feinsteinzeug, Terrakotta / Cotto oder Klinker.
Steingut nimmt mit zehn Prozent vergleichsweise viel Wasser auf, und ist somit nicht frostbeständig, diese Fliese sollte also nur in Küche und Bad und nicht auf dem Balkon verlegt werden. Vor dem Brennen der Fliese kann ein Muster aufgetragen werden, somit eignet sich Steingut gut als Zier-Fliese zur Dekoration. Steinzeug hingegen wird bei einer höheren Temperatur gebrannt und mit einer Glasphase angereichert. Somit nimmt sie wesentlich weniger Wasser auf, unter drei Prozent, und ist zudem viel stabiler. Diese frostfesten Fliesen werden auch von der Industrie genutzt, doch natürlich eignen sie sich ebenfalls für den Balkon oder Küchen- und Badboden.
Feinsteinzeug (FSZ) nimmt mit unter 0,5 Prozent noch weniger Wasser auf. Diese Platten weisen einen hohen Anteil an Quarz auf und sind sehr robust und frostfest. Sie werden sowohl glasiert als auch unglasiert und sogar unpoliert verwendet. Terrakotta kennen wir alle und es lässt uns direkt an Toskana und Sommerurlaub denken, vielleicht ist diese Fliesenart deshalb so beliebt. Frostbeständig ist sie zwar nicht, da ein relativ hoher Wasseranteil von 6 bis 15 Prozent aufgenommen wird, doch sie verleiht den Innenräumen ein herrlich rustikales Aussehen. Dazu kommt, dass der rötliche Farbton eine schöne Wärme in die Räume bringt. Klinker, oder Spaltklinker genannt, können im Gegensatz zum Cotto wunderbar auch auf dem Balkon verlegt werden, denn dieses grobkeramische Produkt ist frostfest.
Nun müsst ihr euch nur noch für Farbe und Muster der Fliesen entscheiden. Mit zwei Farben lassen sich zum Beispiel Schachbrett-Muster legen, die meiner Meinung nach wunderbar in Küchen passen. Es gibt sogar Fliesen die ein Holzmuster aufweisen, somit wird die kühle Atmosphäre, die durch Fliesen so leicht entstehen kann, genommen.
Der Ort an dem viele Millionen Menschen jeden Morgen so langsam aufwachen, nach dem sie schlaftrunken von ihrem Bett dorthin geschlurft sind. Nein ich spreche nicht von ihrem Arbeitsplatz, sondern von der Dusche. Manch ein großer Sänger wurde hier wohl nur von seiner Seife gehört und jedes Kind hat hier schon fest die Augen zugekniffen wenn das Shampoo an die Reihe kam.
Das Bad und besonders die Dusche scheinen also sehr wichtige Orte für uns zu sein, die leider bei der Einrichtung der neuen Wohnung manchmal ein wenig in Vergessenheit geraten. In vielen Wohnungen und Häusern befinden sich schon sanitäre Anlagen die hoffentlich auch gut funktionieren. Aber meiner Meinung nach sollten sie noch ein wenig mehr leisten als nur ihre reine Funktion auszuüben.
Ein besonders wichtiges Gerät in diesem Bereich ist der Duschkopf. Schon in den Baumärkten finden sich hier Exemplare mit verschiedenen Einstellungen vom Regen- bis Massagestrahl. Ab 20 Euro lässt sich hier bestimmt eine Brause aumachen, die einem das morgendliche Aufwachen ein wenig versüßt. Neuerdings finden sich auch Dinge wie Ionen-Duschköpfe aus Japan auf dem Markt. Mit negativ geladenen Ionen soll hier eine frische Meeresbrise hergestellt werden, als Ausgleich für die positiven Ionen der Stadtluft… Wer dafür fast 200 Euro ausgeben möchte, soll nicht daran gehindert werden. Ich fahre dafür lieber ans wirkliche Meer!
Wer sich sehnlichst eine Designer Dusche wünscht, dem kann ich die Raindance Connect Dusche von Hansgrohe empfehlen. Hier lässt sich die Handbrause ganz einfach in den Schlauch der Kopfdusche einklinken und schon steht man in einem erfrischenden Regenschauer. Möchte man sich wieder per Hand abduschen, so klinkt man diesen Teil einfach wieder aus. Das System lässt sich recht einfach in allen Bädern installieren und auch wieder mitnehmen. Hier ist eine gute Verbindung von schönem Design und cleverer Funktion gelungen, die natürlich auch ihren stolzen Preis von über 400 Euro hat. Doch in welcher Preisklasse auch immer Du gerade suchst, Du wirst bestimmt bald die Brause Deiner Träume finden!